Mandantendaten sind dein Kapital.
Und ein Top-Ziel für Angreifer.

Lohndaten, Bilanzen, Steuer-IDs, DATEV-Zugänge – kaum eine Branche verwaltet so konzentriert sensible Daten wie die Steuerberatung. Genau das macht Kanzleien zum lohnenden Ziel. Lass deine digitale Sicherheit von Experten einschätzen.

Cyber-Bereitschaft prüfen

Allgemeine Orientierung · ohne Kontaktdaten

Warum Steuerkanzleien besonders gefährdet sind

Du verwahrst die wirtschaftlichen Geheimnisse deiner Mandanten. Ein Datenabfluss ist hier nicht nur teuer, sondern ein Vertrauens-GAU – und schnell ein Fall für die Datenschutzbehörde.

Die 3 größten Risiken:

Hochsensible Mandantendaten

Lohnabrechnungen, Bilanzen, private Finanzdaten – ein einziger Abfluss betrifft hunderte Personen und löst Melde- und Informationspflichten aus.

Phishing in der Saison

Rund um Fristen steigt das Mailaufkommen. Genau dann landen gefälschte Behörden- oder Mandanten-Mails im Posteingang und werden im Stress angeklickt.

Ausfall von DATEV & Co.

Steht die Kanzleisoftware still, stehen Abschlüsse, Lohnläufe und Fristen. Mandanten werden nervös, Termine platzen.

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grundlegende Vorsorgethemen im Bereitschaftscheck.

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Kontaktdaten für die erste Einordnung erforderlich.

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freiwillige Kontaktanfrage erst nach dem Ergebnis.

Branchen-Ratgeber · Steuerberater

Cybervorsorge für Steuerberater: die wichtigsten Fragen im Alltag

Cybervorsorge für Steuerberater bedeutet, Vertraulichkeit und Fristen in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Kanzlei ist meist von E-Mail, Dokumentenablage, Lohn- und Finanzsoftware, Portalen und Dienstleistern abhängig. Gute Vorsorge macht sichtbar, welche Abläufe kritisch sind, wer im Notfall entscheidet und wie Mandanten informiert werden. Die Hinweise hier sind allgemeine Orientierung und keine Datenschutz-, Rechts-, IT- oder Versicherungsberatung.

Mandatsdaten und Datenflüsse

Ordne ein, wo Lohnunterlagen, Steuer-IDs, Bilanzen und Vollmachten gespeichert oder übertragen werden. Berücksichtige Kanzlei-Server, Cloud-Dienste, Portale, mobile Geräte und externe Dienstleister.

Fristen und Wiederanlauf

Definiere, welche Fristen auch bei einem Systemausfall überwacht werden müssen. Halte eine erreichbare Kontaktkette und eine Ausweichmöglichkeit für die wichtigsten Informationen bereit.

Phishing in arbeitsintensiven Phasen

Hoher Maildruck erhöht die Gefahr von Fehlklicks. Ein kurzer Prüfweg für Behörden-, Mandanten- und Zahlungsnachrichten sollte auch dann funktionieren, wenn die Kanzlei gerade unter Zeitdruck steht.

Dienstleister und Berechtigungen

Prüfe, welche Anbieter auf Systeme oder Mandatsdaten zugreifen können, wie Zugänge beendet werden und wer bei einer Störung erreichbar ist. Halte Zuständigkeiten schriftlich und verständlich fest.

Praxisbeispiel

Beispiel: Eine vermeintliche Behörden-Mail fordert eine Datei

Eine Nachricht verlangt kurzfristig eine Mandantenliste oder eine Anmeldung über einen Link. Ein klarer Prüfprozess schützt vor hektischen Entscheidungen und schafft eine dokumentierte Grundlage für die weitere Bearbeitung.

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Nicht über den Link anmelden

Absender, Adresse und Anhang prüfen. Bei Unsicherheit wird die Nachricht nicht weitergeleitet und nicht beantwortet.

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Über bekannten Kontakt verifizieren

Die Behörde oder der Mandant wird über eine bereits bekannte Website oder Telefonnummer kontaktiert, nicht über die Angaben in der fraglichen Mail.

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Kanzleiintern eskalieren

Der Vorgang wird an die festgelegte IT- und Datenschutzkontaktperson gemeldet und mit Zeitstempel dokumentiert.

Vorbereitung

Diese Fragen solltest du mit deinem Team klären

Die Antworten müssen zu deinen Systemen, Rollen und Abläufen passen. Nutze die Punkte als Gesprächsleitfaden und dokumentiere, was bereits geregelt ist.

Wie bleibt die Kanzlei bei einem Ausfall handlungsfähig?

Lege fest, welche Fristen, Kontakte und Dokumente priorisiert werden. Sprich mit dem IT-Dienstleister über Wiederanlauf, Ersatzgeräte und die Reihenfolge der Systeme – ohne dich auf eine pauschale Wiederherstellungszeit zu verlassen.

Was gehört in den Notfallordner?

Dazu gehören interne Rollen, externe Kontakte, kritische Systeme, Kommunikationsvorlagen und Hinweise zu Fristen. Sensible Zugangsdaten müssen separat und geschützt verwaltet werden.

Wann sollten Verträge und Versicherung geprüft werden?

Bei individueller Beratung müssen Tätigkeitsprofil, Datenverarbeitung, Dienstleister, bestehende Haftpflicht- und sonstige Verträge sowie gewünschte Leistungen konkret geprüft werden. Eine allgemeine Website kann diese Einzelfallprüfung nicht ersetzen.

Was gilt bei einer möglichen Datenpanne?

Sachverhalt, Umfang, Fristen und Informationspflichten hängen vom konkreten Vorfall ab. Beweise sichern, intern eskalieren und unverzüglich Datenschutz- oder Rechtsfachleute hinzuziehen.

Sofort umsetzbar

Cybervorsorge-Checkliste für den Betrieb

Arbeite die Punkte in der Reihenfolge ab, die zu deinem Alltag passt. Vollständigkeit und Zuständigkeit sind wichtiger als eine bestimmte Tool-Auswahl.

  • Datenflüsse von Mandatsannahme bis Archivierung dokumentieren.
  • Mehrfaktor-Anmeldung und persönliche Konten für Portale und Mail prüfen.
  • Fristen- und Kommunikationsplan für einen Systemausfall festlegen.
  • Backups und Wiederherstellung der kritischen Kanzleidaten testen.
  • Dienstleisterkontakte, Berechtigungen und Stellvertretungen aktuell halten.
  • Datenschutz-, Rechts- und Versicherungsfragen mit den zuständigen Fachleuten klären.

Weiterführende Quellen

Die folgenden offiziellen Stellen bieten allgemeine Informationen. Sie sind keine individuelle Prüfung deines Betriebs.

Redaktionelle Orientierung, Stand Juli 2026. Inhalte ersetzen keine technische, rechtliche, datenschutzrechtliche oder versicherungsbezogene Beratung.

Welche Schäden ein bestehender Vertrag erfasst, hängt von den konkreten Bedingungen ab. Lass den Deckungsumfang durch den zuständigen Versicherungs- oder Rechtsfachpartner prüfen.

Das Vertrauen deiner Mandanten ist unbezahlbar.

Ordne grundlegende Vorsorgethemen deiner Kanzlei ein – ohne Versicherungs- oder Rechtsberatung.